Skip to main content

Staubsaugerattacke – Ist die Spinne wirklich weg?

Frau-besiegt-SpinneSpinnen sind bei vielen Menschen nicht gerade beliebt. Vor allem in der Wohnung sind sie meist keine gern gesehenen Gäste. Schnell wird hier einfach zum Staubsauger gegriffen um das achtbeinige Tier zu beseitigen. Doch ist es damit getan, oder krabbeln sie wieder hinaus?

 

Sie sind klein, haben acht Beine und sind manchmal sogar noch behaart. Die Spinne in ist der Alptraum vieler Menschen. Dringen sie sogar noch in den eigenen Lebensraum ein, haben die meisten Menschen nur einen Gedanken: Die Spinne muss möglichst schnell weg! Doch anfassen mit den bloßen Händen kommt für viele nicht in Frage. Die einfachste Methode ist der Griff zum Staubsauger. Düse an das Krabbeltier halten und einsaugen. Auf diese Art ist das „Übel“ schnell und ohne Körperkontakt beseitigt.

 

Doch ist es damit getan? Ist die Spinne wirklich erledigt? Diese Frage liegt Millionen Menschen auf der Seele. Das „Süddeutsche Zeitung Magazin“ hat eine Expertin zu Rate gezogen. Die Antwort von Reinhild Portmann, Pressesprecherin des Staubsauger-Herstellers Miele, ist eindeutig:

 

Spinnen werden mit bis zu 140 km/h eingesaugt. Ein Überleben ist damit praktisch nicht möglich.

 

Wenn man sich die Kräfteverhältnisse einmal genauer ansieht ist das auch nicht weiter verwunderlich. Die Spinne ist klein, der Staubsauger groß und mit starker Saugleistung ausgestattet. Der Sieger steht also eigentlich von Anfang an fest. Ein Überleben der Spinne hängt zwar von verschiedenen Faktoren ab, jedoch wird sie tatsächlich in den meisten Fällen getötet. Und das auf eine ziemlich grausame Art.

 

Das kleine Tier wird beim einsaugen durch den Luftstrom auf bis zu 140 km/h beschleunigt. Im Saugschlauch und den Biegungen des Saugerrohres knallt sie mit diesem Tempo immer wieder gegen die Wände, sodass der Tot recht schnell sicher ist. Hier gilt:

 

Je größer das Spinnentier ist, umso schneller und sicherer ist ihr Tot im Staubsauger.

 

Bei sehr kleinen Spinnen besteht theoretisch eine größere Überlebenschance. In den Meisten Fällen werden jedoch auch die kleineren Exemplare schnell den Tot im Staubsauger finden. Sollte eine kleine Spinne tatsächlich einmal lebend im Staubsaugerbeutel ankommen, ist das Überleben keinesfalls sicher. Den weiterhin wird sie mit dem eingesaugten Staub permanent beschossen. Die kleinen Partikel sind für das Tier wie Schüsse mit der Schrotflinte. Und ist der Beutel schon gut gefüllt, wird sie zwischen Staub und Fusseln begraben, sodass sie einen qualvollen Erstickungstot sterben muss.

 

Warum Spinnen nützlich sind

Alle Arachnophobiker werden diese Nachrichten mit Erleichterung lesen. Sie sollten jedoch beachten, dass Spinnen sehr nützliche Tiere sind. Als wichtiger Baustein unseres Ökosystems halten sie das Gleichgewicht anderer kleiner Tiere und Insekten aufrecht. Ganz unauffällig beseitigen Sie Mücken, Wespen, Motten, Fliegen und kleine Käfer. Wären die Spinnen nicht, hätten wir deutlich mehr dieser anderen Tiere in unseren vier Wänden.

 

So entfernen Sie Spinnen ohne Sie zu töten

Es gibt durchaus auch Mittel und Wege Spinnentiere aus den eigenen vier Wänden zu entfernen ohne sie gleich zu töten. Das geht auch ohne Körperkontakt und ist ebenso schnell erledigt. Die Hilfsmittel dafür sind in der Regel in jedem Haushalt vorhanden. Sie benötigen nur:

  • ein Behälter (z. B. Glas oder Becher)
  • ein Stück Papier oder Pappe

Wenn sie ganz sicher gehen wollen können  sie zusätzlich noch Einweghandschuhe verwenden. Stülpen Sie den Behälter über die Spinne und warten sie bis das Tier die Wände entlang krabbelt. Anschließend schieben sie das Papier unter die Öffnung des Glases und verschließen es so. Nun ist die Spinne gefangen und sie können in den Garten oder auf den Balkon gehen um das Tier wieder frei zu lassen. Auf diese Weise können beide wieder in ihren gewohnten Lebensraum zurück kehren und keiner fühlt sich belästigt.


Ähnliche Beiträge